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Schon simmer wieder dabei!!!
Endlich , das „gelobte“ Friesland rief uns wieder in seine raue Natur. Der Ort, an welchem wie jedes Jahr, große Tischtennisschlachten geschlagen werden und der Spaß an Sport und kameradschaftlichem Miteinander zu Hause zu sein scheint. Dies ist das vom TTC Norden ausgerichtete 40. Frieslandturnier, das ,wie jedes Jahr, Sportler aus aller „Herren“ Bundesländer an die Küste der rauhen Nordsee zieht.
Nach einem Jahr Abstinenz war es soweit, der TSV Marbach macht sich auf den Weg nach Norddeich, um Titel und Ehre zu verteidigen.
Am Mittwochmorgen um 8:30Uhr trafen wir uns am BGH Marbach zum gemeinschaftlichen Aufbruch auf ein landschaftlich, wie auch kulinarisch ausgesprochen attraktive Reise. Der Proviant war gepackt, die Schläger frisch geklebt und die Laune zum Bersten gut. Nach einer kurzen Begrüßung ging`s los. In der Gruppe Karl-Heinz, Alex, Jens und Christian ging es im Daimler Richtung Winterberg. Uns wie Ayrton Senna folgend, Horst, der Schorsch und der fast schon zum Inventar gehörenden 2.Jens. Karl-Heinz „the Navigator“ hatte die Fahrtroute in den Jahren zuvor immer weiter verfeinert, so dass im Punkto landschaftlicher Attraktivität kein Auge trocken blieb. Während der Fahrt stimmten wir uns Fahrzeugübergreifend auf die bevorstehenden Tage ein.
Wie`s die Tradition erfordert, hielten wir auf der Raststätte Münsterland unseren Konvoi an, um die absolut beste Currywurst (auch C-Wurst genannt) der Welt zu essen. Wahrscheinlich ist sie dies, weil die verkosteten Getränke einfach hungrig machen. Nach dieser Stärkung ging`s Nonstop nach Marienhafe, den Jens zu seiner Liebsten bringen. Nun aber endlich ab nach Norddeich.
Als wir in Norddeich ankamen, war die Überraschung über unsere Behausung groß. Das komplett und extrem „fett“ ausgestattete Ferienhaus stand zu unserer Verfügung. Nachdem der Vermieter die, wie ihm irgendwer erzählt hat, „trinkfesten“ Tischtennisbewohner begrüßte und dann doch wohl einigermaßen beruhig abgezogen war richteten wir uns häuslich ein und begaben uns zum günstigsten Supermarkt vor Ort, um das Futter für die Meute zu besorgen.
Flens, Schwarzbiermischzeugsirgendwas, Weizenbier und Wasser, sowie eine Menge leckerer Fressalien führten zu einer absoluten Rekordrechnung von 410 €. Fisch oder Aal schei…egal. Nachdem alles verstaut war lag nun das obligatorische Fischessen vor uns, bei welchem Jens und Freundin zu uns stießen und wir alle gemeinsam einen netten Abend verbrachten. Wie sich das für Sportler gehört, gingen wir „früh“ ins Bett, um am nächsten Morgen als erstes den Fischmarkt und dann die Herren B-Konkurrenz aufzumischen.
Am nächsten Morgen ging es nach feudalem Frühstück auf den Fischmarkt, auf welchem Aal Ole und Käse Karl wie immer alles gaben und Frischfisch, Schnaps, Wattwürmer und alles was die Welt nicht braucht an den Mann oder die Frau zu bringen.
Nach einen gemütlichen Vatertagsbier ging es los zum 40.Ihno Ocken Turnier in Norden.
Als wir am an der Halle ankamen, wurden wir schon von den bereits angereisten Sportkollegen aus Norden, Dinklar und den Veranstaltern mit den Worten „..da sind sie..“ begrüßt. Nach kurzen Täterätä durch Remmer Kruse und dem Turnierverantwortlichen und dem Vater des Frieslandturniers Ihno Ocken, ging`s los.
Mittlerweile waren auch Nils, Heiko (der auch Holz in den Wald trägt), Alex S., Boris, Flo , Frank, Wolfgang und Stephan eingetroffen und hatten sich zu uns gesellt.
Die Gruppen überstehen hieß die Devise. Das wurde auch von allen ausnahmslos geschafft. Wobei die Hälfte der Teilnehmer sich in der Trostrunde wieder fand?!?!? Mit absoluter Lässigkeit und viel Spezialkaffee spulte Oberschiedsrichter Schumacher das Programm herunter. Nach den Gruppen war es sogar so lässig, dass die Hauptrunde erst anderthalb Stunden nach Beendigung der ersten Gruppe gestartet wurde. Die Hütte war mit 112 Teilnehmern aber auch gut voll. Nachdem sich die Konkurrenz langsam ausdünnte, Christian im ¼ raus, der Rest auf dem Weg dorthin verschlissen, verblieben noch Alex und der Schorsch aus heimischer Sicht. Bei Alex lief`s wie am Schnürchen bis der Schlägergriff abbrach, währenddessen der Schorsch überhaupt nicht verstanden hat, wie man gegen so viel Verstrahlung verlieren kann.
Verstrahlung hin oder her, das Finale bestritten somit der „hak`l“ Schorsch und Alex mit einem absolut brutalen Ersatzschläger, der diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient.
Nach zwei deutlichen Sätzen auf Alex`Seite, konnte sich Georg mit sensationellen Rückhandknallern zurückmelden, so dass es im fünften Satz zum Showdown kam.
Die Abwehr regelrecht lesend…….,hmmm….., ok gut,…. genug der Prosa, Alex hat den Schorsch im entscheidenden Satz einfach durch die Wand getreten, verteidigte Alex nach einer Superleistung seinen Titel der Herren-B.
Nach einem deftigen Abendessen, es war schon fast 22:30Uhr, ging`s auf die Players Party, welche einen voller Erfolg bedeuten sollte. Auch hier zeigte die Fraktion Mittelhessen wo der Bartel den Most holt und stand den ach so trinkfesten Nordern fest zur Seite. Nach einem ereignisreichen Tag ging`s dann mehr oder weniger direkt nach Hause ins Bettchen, wobei der „Hak`l Schorsch“ jetzt eigentlich „Grachten Schorsch“ heißen müsste.
Egal am nächsten Morgen ging`s wieder los. Stephan, Wolfgang, Heiko, Alex Stolp , Flo und Boris machten sich auf die Herren-D Konkurrenz aufzumischen, während Frank, Christian und Jens ins Wellenbad gingen, um festzustellen, dass Salzwasser die vom Alkohol verquollenen Augen nicht unbedingt kleiner macht. Egal , schon simmer dabei, Spaß gemacht hat`s auf jeden Fall. Der Schorsch rekonvaleszierte derweil im Bett weiter, so dass alle gegen Abend frisch wie eh und je noch mal in der Hallo vorbeischauten, um den Jungs Mut zuzusprechen. Leider war der Titel des Vorjahres hier nicht zu Verteidigen, so dass Abends umso ausschweifender gegessen und gefeiert wurde. Die Meta-Fraktion verabschiedete sich , die Skat-Truppe bestehend aus Karl-Heinz, Horst und Wolfgang legte los und der Rest lag vor der Glotze Fußball kucken und „…die Freiheit entdecken…“ (Holz, was schon im Wald war trinken).
Nun war er da der Samstag, er sollte für Nils, Jens, Frank, Christian, Heiko und Stephan zum Großkampftag werden, wurde aber eher zum Gemetzel.
Nach und nach lichteten sich die Reihen und auch Nils (geschlagen von Sachsen-Paule) sowie Christian (11:0 und das im Turnier) mussten sich gegen die späteren Sieger im ¼ Finale geschlagen geben. Frank, Flo und Nils traten nun wieder die Reise in die Heimat an.
Aber wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Abends waren wir bei Kerstin und Daniela zum Bowlen eingeladen, die haben nämlich eine eigene Bowlingbahn zu Hause. Nach 12 Liter Bowling sind wir dann einfach mal ins Galaxy was trinken gegangen.
Dort haben wir abgehottet was die Deos hergegeben haben und, mit verSchaub, echt fett gefeiert. Dem einen oder anderen Norder ist das wohl nicht so gut bekommen, aber die sind halt nichts gewöhnt die Jungs;-) Nach und nach sind dann alle nach Hause gestrunkelt und haben sich eine Mütze Schlaf gegönnt. Wie am Mittwoch Abend kam es zu leichten Logistikproblemen, trotz welcher aber dennoch alle gut nach Hause (oder wo immer hin der Alex gefahren ist;-)) kamen.
Mit dem Sonntag lag nun der Abschlusstag für den Großteil der schon recht verbrauchten Marburger an. Beim einspielen mit Christian bemerkte Alex, das die Vorhand scheisse sei und die Rückhand unsicher etc.. Der Schorsch war wieder größerer Verstrahlung erlegen, erlegte aber mit Misstrauen einen Spieler nach dem anderen. Jens, Christian, Boris und Alex, sowie Wolfgang hatten hier wenig zu lachen und schieden mehr oder weniger vorzeitig aus.
Alex war am Rand einer Niederlage, gegen den Linkshänder der`s im jedes Jahr schwer macht (0:2 Rücklage), setzte sich aber dennoch mit großer kämpferischer Leistung durch. Der Schorsch musste sich nach „vertrahltem“, aber verlustreichem Spiel gegen die nummer Eins vom Regionalligaaufsteiger Jever geschlagen geben. Aber Respekt, coole Ballwechsel waren dabei.
Nun kam es im Finale erneut zum Kampf des Marbacher Underdogs und des geradezu quitschenden Jeveraner. Bei Einspielen hat sich das angehört, als ob der Kerl Gussasphalt auf der Vorhand spielt. Das was nun folgte war eine absolute Machtdemonstration. Als der Favorit Costa mit der Quitsche ein Pfund nach dem anderen zog, hatte Alex einfach kein anderes Rezept, als die Raketen des Gegners abzutrümmern. Ein ums andere mal zeigte Alex sensationelle Block und Konterschüsse, welche dem Gegner nicht den Hauch einer Chance ließen. In einem deutlichen Spiel bewies Alex sein enormes Talent und verwies sein Gegenüber auf den zweiten Platz. Somit waren die Herren-A/S und Herren-B Titel fest in Marbacher oder vielmehr in Probstscher Hand.
Nach kurzer Freude mussten wir dann die Segel streichen und die Heimreise antreten. Einzig die Fraktion Schaub/Bläsing blieb noch zum üblichen Fischabschlussessen in Norden.
Mit dem Sonntag ging wieder ein ereignisreicher Norddeichurlaub zu Ende.
Die Kameradschaft untereinander und die vielen unterschiedlichen Charaktere machen diese Fahrt so einzigartig, so dass das Fazit dieser Turnierwoche wieder lauten muss, Norddeich wir kommen…..2005.
P.S.: Besonderer Dank gilt unserem Sportkamerad Karl-Heinz Schaub, welcher das ganze wieder einmal in perfekter Manier geplant und möglich gemacht hat.