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Bericht

Auch als Marbacher Neuling hörte man schon viele Geschichten über das Traditionsturnier im Norden. Völlig begeistert von den Bilden und Berichten der Letzten Jahre meldete ich mich an. Und die Vorfreunde wuchs Tag für Tag

Mittwoch:

Endlich geht es los. Treffpunkt war um 08:00 Uhr auf dem Marbacher Parkplatz. Nach kurzem umladen fuhr die Karawane aus 5 Autos schon los in Richtung Norden. Auf halber Strecke haben wir an der Raststätte Resser Mark unsere erste Stärkung eingenommen.
Ab da war dann auch freie Fahrt für jeden.
Für 5 Tage war unsere neue Heimat der Jollenweg 1 in Norddeich, wo die Marbacher zusammen mit unseren Freunden aus Kirchhain und Sterzhausen 5 Ferienhäuser belegt hatten.
Gleich nach der Ankunft in unserer 2.Heimat wurde in einer gemütlichen Runde bei Sonnenschein und einer steifen Nordpriese das erste Bier getrunken. Gleich nach dem Einkaufen, wo sich jeder mit den nötigsten Utensilien eingedeckt hat, haben wir in einem schönen Lokal in der unmittelbaren Nähe des Deiches zu Abend gegessen. Anschließend ging es für manche noch zum Bowlen und einige haben sich dann noch in der META eingetroffen. Dort konnten die Neulinge einen ersten Eindruck darüber gewinnen, was es bedeutet „eingenordet“ zu werden. Man trank seine Biere und etwaige andere Spirituosen und vergnügte sich teilweise bis in die frühen Morgenstunden.

Donnerstag:

Nach frühem Aufstehen und anschließender Stärkung startete endlich das Ihno Ocken Ostfrieslandturnier in der 51. Auflage, in der Konkurrenz Herren B und Damen B. am Start waren Antonia, Carsten, Jan, Jens, Ingo, Marco, Osman, Shari, Wolfgang und ich. 6 Marbacher haben den Sprung in die Hauptrunde geschafft. Für die meisten war aber spätestens in der Runde 3 Endstation, nur Shari und Jan schafften es in das Achtelfinale. Beide haben anschließend ihr allerbestes Tischtennis gespielt und kamen ins Finale. Shari verlor den ersten Satz recht deutlich mit 3:11, behielt dann aber, getragen von der unbändigen Unterstützung ihrer Vereinskameraden und dem klugen Coachen der gleichen, in den folgenden Sätzen die Oberhand (11:7,11:8). Im 4.Satz wuchs sie über sich hinaus und ließ ihrer Gegnerin nicht den Hauch einer Chance. Egal was Sie machte, Shari setzte einfach noch einen drauf und schoss einfach jeden Ball gegen (11:2). Somit ging gleich am ersten Tag in der ersten Konkurrenz der Titel nach Marbach. Kurze Zeit später wurde auch Endspiel bei den Herren angesetzt. Jan´s Gegner besaß das unansehnlichste Spiel, was ich je gesehen habe. Mit kurzer und Langer Noppe bewaffnet stach er einfach jeden Ball ab. Jan stellte sich auf das Spiel bemerkenswert schnell ein und spielte jeden Ball mit viel Rotation hoch ein. Somit provozierte er viele Fehler und gewann die ersten 2 Sätze (12:10,11:6). Im Satz Drei stellte sich sein Gegner darauf ein und spielte noch passiver und setzte Nadelstichangriffe (4:11). Auch Satz Vier verlor Jan knapp mit 9:11, er zeigte aber im entscheidenden Durchgang Nervenstärke und gewann unter Jubel der Mehrheit in der Halle Anwesenden den Satz mit 11:5. Titel 2 für die Marbach. Dieser erfolgreiche Tag wurde anschließend im Jollenweg 1 und in der Meta kräftig gefeiert.

Freitag:

Heute haben die meisten von uns eine Auszeit vom Tischtennis genommen. Nur Wolfgang und Osman haben in der Herren D Konkurrenz mitgespielt. Beide kamen in die Hauptrunde. In Runde 3 war aber für beide Schluss. Der Rest traf sich nach dem Frühstück und übte sich in einer anderen Sportart namens Minigolf aus. Auch für diese Sportart benötigt man viel Ballgefühl, was einige von uns nicht besaßen, es kam also auch hier zu spannenden Szenen ;). Nach einer langen Runde hat man natürlich Hunger und es ging zu einer leckeren Fischbunde. Den Nachmittag verbrachten alle unterschiedlich, einige sind zur Halle gefahren, andere haben Norddeich erkundet. Gegen Abend hat man sich noch einmal zum Pizzaessen mit anschließender Pokerrunde im Jollenweg 1 getroffen

Samstag:

Heute war Herren C und Doppel angesagt. Es waren sehr viele gute Spiele dabei. Unser bestes Doppel Alex und Thorsten trafen im Achtelfinale auf das starke Doppel aus Oldenburg. Einer von beiden spielte Abwehr mit Langer Noppe. Es war das beste Doppelmatch des Turniers. Torstens harte Topspins wurden mit viel Rotation zurückgebracht und auch Alex´ gut platzierten Bälle wurden zurückgebracht. Das Match ging über die volle Instanz, die Angriffe von unserem Doppel wurden gut pariert, jeder Ballwechsel wurde zur einer langen Ralley. Leider ging dieses Spiel mit 2:3 verloren. Die Oldenburger haben anschließend auch das Turnier gewonnen. In der Einzelkonkurrenz schafften es Wolfgang, Osman und Jens in die Hauptrunde, für Carsten und mich ging es in der Trostrunde weiter. Zwischendurch war wieder einmal das große Losziehen angesagt. Ob auch diesmal die 3 Liter Bacardi Flasche nach Marbach geht? Die Spannung wurde mit jeden verlosten Gut größer. Und dann war auch schon der Bacardi an der Reihe. „Es ist die762“! „Hier“ ! Und es war wieder der Karl Heinz, der sich den begehrten Preis sicherte!!!. Bleibt diesmal zu hoffen, dass der Bacardi restlos aufgebraucht wird. Weiter ging es mit dem Turnier. In der Hauptrunde als letzter verbleibend verlor Osman leider sein Achtelfinale mit 1:3. Aber ein Eisen hatten die Marbacher noch im Feuer. Carsten gewann Spiel um Spiel in der Trostrunde und Stand im Finale. In den Spielen zuvor zeigt er schon Nervenstärke und drehte so manchen Rückstand. Völlig abgeklärt gewann er das Spiel mit 3:0 ( 11:6,11:0,11:8). Es wurde noch ein langer Tag in der Halle, denn nach dem alle Konkurrenzen des Tages durch waren, startete das obligatorische Brettchentunier. Es war wirklich der Wahnsinn, was manche mit so einer 1 Euro Kelle veranstalteten. Ab Viertelfinale dauerte jeder Ballwechsel mindestens eine Minute. Manche spielten so gut Topspin mit diesen Dinger, dass man fast denken könnte, dass er beide Seiten glatt gespielt hat. Nach kurzer Pause im Jollenweg feierte man den Sieg. Wo natürlich? Genau, in der META. Manche von uns kamen erst zum Morgengrauen zurück.

Sonntag:

Nach einem ziemlich feuchtfröhlichen Abend gönnten sich einige das Ausschlafen am nächsten Morgen. Alex, Torsten, Schosch und ich machten uns trotzdem früh auf, um die letzten Konkurrenzen des Turnieres zu spielen. Bei den Herren A kamen unsere drei Vertreter jeweils aus der Gruppe raus. Torsten überraschte dann in einem hochklassigen Spiel die Halle, als er einen Oberligisten aus dem Turnier kegelte. Dieses anstrengende Spiel raubte ihm jedoch jegliche Kraft, sodass das nächste Spiel gegen den späteren Turniersieger verloren ging. Schosch und Alex kamen ebenfalls eine Runde weiter, mussten sich dann aber auch in knappen Spielen ihren Kontrahenten geschlagen geben, womit wir schon früh nicht mehr in Herren A Konkurrenz vertreten waren.
Aber ganz ohne Titel haben wir uns natürlich nicht verabschiedet, so konnte Steffen (ab hier übernahm ein anderer den Bericht) sich einen Traum erfüllen und zeigte mit wunderbarem Tischtennis, dass er zu einiges in der Lage ist. Er gewann schon fast dominierend die Herren E Konkurrenz und ließ sich anschließen zu recht von seinen Teamkollegen feiern.
Den Abend ließen wir dort ausklingen, wo wir unser erstes gemeinsames Abendessen zu uns nahmen. Es war jedem anzusehen, dass man doch gerne noch den ein oder anderen Tag in der Gemeinschaft an Ort und Stelle verbringen könnte.

Fazit: Was haben wir aus Norddeich mitgenommen: Zunächst mussten die Altgediegenen feststellen, dass man nicht jünger wird. Umso erstaunlicher ist es, dass sich immernoch so viele die Reise in der Gruppe antreten.
Als Neuling hat man einen wunderbaren Blick in die Gemeinschaft erhaschen können. Dieser Verein besteht nicht nur aus Vereinskollegen, sondern auch aus wahren und engen Freundschaften. Schon im Vorfeld war bei jedem die Vorfreude auf diesen Kurzurlaub zu spüren und wir sahen auch warum. Man war ständig in lustigen Kreisen, man war ständig am Lachen und nebenher konnte man auch bisschen Tischtennis spielen.
Die Stimmung im Verein ist generell schon großartig und abgerundet mit einer ziemlich geilen Fahrt macht es ungemein Spaß und Freunde für die Marbach aufzuschlagen.
Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Euer Steffen und Osman